
Viele Menschen haben nicht nur Angst vor bestimmten Situationen – sie haben Angst vor der Angst selbst. Die Sorge, dass sie zu intensiv werden könnte, dass man sie nicht aushält und dass sie vielleicht nie wieder verschwindet, begleitet viele. Doch ist das wirklich so?
Um die Angst vor der Angst zu überwinden, ist es wichtig, ihren natürlichen Verlauf zu verstehen. Angst folgt in der Regel einem bestimmten Muster: Sie steigt zunächst an, erreicht einen Höhepunkt und flacht danach wieder ab. Wenn deine „Alarmglocken“ läuten, nimmt die emotionale Intensität zwar zu – aber sie kann nicht dauerhaft so hoch bleiben.
Was machen die meisten Menschen, wenn sie von Angst überwältigt werden? Oft geraten sie in eine Gedankenspirale des Katastrophendenkens, die die Angst weiter anheizt. Oder sie versuchen, das Gefühl zu verdrängen, laufen davon oder lenken sich ab. Diese Strategien können kurzfristig Erleichterung bringen, doch langfristig halten sie die Angst oft nur fest. Denn die im Körper entstehende Energie muss fließen können – bleibt sie blockiert, verwandelt sie sich in Anspannung und kann zu einem Dauerzustand werden.
Aber eigentlich möchtest du doch, dass die Angst dich nicht mehr so sehr im Griff hat, oder? Die gute Nachricht ist: Mit wiederholtem Training und der Bereitschaft, dich deinen Gefühlen anders zu stellen, kann die Intensität der Angst in bestimmten Situationen tatsächlich kontinuierlich abnehmen.
Wie wäre es also, wenn du deinem Gefühl das nächste Mal auf eine neue Weise begegnest?
